OPUS 45 und Roman Knižka : „Ich hatte einst ein schönes Vaterland …“

TACHELES – Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen 2026

Das literarisch-musikalische Programm „Ich hatte einst ein schönes Vaterland …“ lotet die Brüche in der deutsch-jüdischen Geschichte aus. Es erzählt vom Glanz der jüdischen Emanzipation, aber auch von zunehmendem Antisemitismus, der in die Entrechtung und Vernichtung deutscher Jüdinnen und Juden unter dem NS-Regime mündete.

Roman Knižka liest aus Texten jüdischer Autorinnen und Autoren deutscher Sprache – darunter Moses Mendelssohn, Heinrich Heine, Ludwig Börne, Else Dormitzer, Viktor Klemperer, Anita Lasker-Wallfisch und Mascha Kaléko. Wie sich jüdischer Alltag in Sachsen im 19. Jahrhundert gestaltete, belegen autobiographische Zeitzeugnisse aus der Region. Am Ende steht ein Sprung in die Gegenwart, wenn die Dramatikerin Sasha Marianna Salzmann über jüdisches Leben in Deutschland nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 reflektiert. 

Musikalisch umrahmt wird das Programm von Werken jüdischer Komponisten. Das Bläserquintett OPUS 45 spielt Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Alexander Zemlinsky, Denès Agay, Jacques Ibert und Pavel Haas, deren Biografien ebenfalls eng mit der deutsch-jüdischen Geschichte verbunden sind.

Rezitation: Roman Knižka
Musik: Bläserquintett OPUS 45 (Musiker:innen der Dresdner Philharmonie, Hamburgische Staatsoper, NDR Radiophilharmonie Hannover und Beethoven Orchester Bonn)

Foto: Daniel Haeker

 

Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen mit Haushaltsmitteln des Freistaates Sachsen auf Beschluss des Sächsischen Landtages.

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