Arbeitsstand für INTERREG-Projekt im Oktober 2019

Innerhalb des INTERREG-Projekts „Lernen und Verstehen – Zukunft durch Erinnerung“, an dem der Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V. beteiligt ist, sind die Überlegungen für die Gliederung des audiovisuellen Guide sowie für die Konzeption der zwei geplanten Filme weiter präzisiert worden. In enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung geschah dies unter anderem im Hinblick auf die detaillierte Aufgabenstellung, die für die öffentliche Ausschreibung zu formulieren war.   

Außerdem wurden die Ideen für Szenarien weiter entwickelt, die jeweils der rote Faden in den neu zu produzierenden Filmen sein könnten. Dazu wurde Kontakt zu mehreren Personen aufgenommen, um zu erfragen, ob sie sich vor der Kamera zu einem speziellen Thema äußern könnten und ihre Kenntnisse zu einem ganz konkreten Aspekt darstellen würden. Für das Vorhaben, das Schicksal ehemaliger jüdischer Bewohner von Görlitz zu beleuchten, sagten in diesem Zusammenhang als Interviewpartner unterdessen zu: 

  • Dr. Hans-Wilhelm Pietz, Pfarrer der evangelischen Innenstadtgemeinde. Er hat sich intensiv mit dem Schicksal der Schriftstellerin Mira Lobe beschäftigt und vor einigen Jahren eine Tagung mitorganisiert, die Leben und Wirken der in Görlitz geborenen Autorin beleuchtete.  

 

  • Kai Wenzel, Kunsthistoriker in den Städtischen Sammlungen Görlitz. Er ist bereit, über den Unternehmer Martin Ephraim sowie die von dem jüdischen Mäzen gestifteten Schätze zu berichten, die in den Depots des Görlitzer Museums aufbewahrt werden.

Ferner wurde damit begonnen, eine Liste mit den Namen von Nachfahren jüdischer Einwohner von Görlitz anzulegen. Sie stellt eine wichtige Grundlage dar, sofern später ein weiterer Film speziell zu persönlichen Schicksalen von Görlitzer Juden gedreht werden soll. Nicht zuletzt können die Daten hilfreich sein, wenn es darum geht, zur Eröffnung des Kulturforums Görlitzer Synagoge auch Zeitzeugen und deren Angehörige einzuladen. ++

Wegen Bauarbeiten keine Führungen bis 2020

Achtung: Bis in das Jahr 2020 finden keine Führungen in der Görlitzer Synagoge statt. Voraussichtlich Ende 2020, wenn die Bauarbeiten beendet sind, werden Besichtigungen und Führungen wieder möglich sein. Wir bitte daher, von Anfragen im gegenwärtigen Zeitraum Abstand zu nehmen und hoffen auf Ihr Verständnis.

Lesung und Diskussion mit Uwe von Seltmann am 17. April im Apollo

Uwe von Seltmann (c) Yura Drug

Es brennt. Mordechai Gebirtig, Vater des jüdischen Liedes, so lautet der Titel des neuerschienenen Buches von Uwe von Seltmann, dass er am 17. April um 19.30 Uhr im Apollo vorstellen wird.

Mordechai Gebirtig war ein polnisch-jüdischer Dichter und Liedermacher, der im bekannten jüdischen Krakauer Viertel Kazimierz lebte und arbeitete. Sein bekanntestes Lied „S’brent“ wurde als Titel für die erste deutschsprachige Biografie über Gebirtig ausgewählt.
Die Lesung und Diskussion wird durch zahlreiche Bild- und Tonbeispiele ergänzt.

17. April 2019, 19.30 Uhr
im Apollo, Hospitalstr. 2 in Görlitz
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro (Kartenvorverkauf an der Kasse des Gerhart-Hauptmann-Theaters)

Den Flyer für die Veranstaltung können Sie hier herunterladen bzw. ausdrucken.

Auch in diesem Jahr wieder ein vielfältiges Programm

Noch ist die Synagoge wegen Bauarbeiten geschlossen. Kein Grund jedoch, um tatenlos zu bleiben. So ist der Förderkreis an einem Interreg-Projekt beteiligt, wobei es seine Aufgabe ist, didaktische Elemente für die Synagoge zu entwickeln. 

Außerdem lädt der Verein 2019 wiederum zu Veranstaltungen an andere Orten außerhalb der Synagoge ein. Nachdem Uwe von Seltmann im April sein Buch „Es brennt. Mordechai Gebirtig, Vater des jüdischen Liedes“ vorgestellt hat, folgt Ende September ein Konzert mit Valeriya Shishkova und ihrem Duo „Di Vanderer“.

Für November ist eine Exkursion nach Berlin ins Centrum Judaicum geplant. Nähere Informationen werden auf dieser Seite veröffentlicht, sobald die Details feststehen.