Film und Gespräch: Als die Gestapo an der Haustür klingelte – Die Familie Michalski und ihre stillen Helden

Die Brüder Peter und Franz Michalski, 2 und 9 Jahre alt. Foto: privat

Die Brüder Peter und Franz Michalski, 2 und 9 Jahre alt. Foto: privat

Die christlich-jüdische Familie Michalski aus Breslau, seit 1934 in Görlitz ansässig, überlebte die Judenverfolgung in der NS-Zeit versteckt und mit Hilfe von Menschen, die ihr eigenes Leben riskierten. Der Dokumentarfilm von Marie Rolshoven begleitet Franz Michalski und seine Frau Petra auf den Stationen ihrer Flucht durch Europa, die immer wieder nach Görlitz führte. Dr. Markus Bauer wird eine Einführung zu dem Film geben, das Ehepaar Michalski und die Regisseurin stehen nach der Filmvorführung für ein Gespräch bereit.
Eine Veranstaltung des Kulturreferats und des Förderkreises Görlitzer Synagoge e.V.

Donnerstag, 20. Februar, 19 Uhr
Schlesisches Museum (Eingang Fischmarkt 5)
Eintritt: 5 €, ermäßigt 3 €

 

Arbeitsstand für INTERREG-Projekt im Januar 2020

Innerhalb des INTERREG-Projekts „Lernen und Verstehen – Zukunft durch Erinnerung“, an dem der Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V. beteiligt ist, ist im 4. Quartal 2019 die Recherche für die zwei geplanten Filme intensiv fortgesetzt worden. Dazu wurden zahlreiche Gespräche geführt, insbesondere mit Personen, die als Interviewpartner in Frage kommen. Dazu zählt Peter Schlesinger, der Sohn von Artur Schlesinger, der als Jude während der Nazi-Zeit in Görlitz überlebte.

Sehr aufschlussreich war ein Besuch im Archiv des Jüdischen Museums in Berlin, um mit Archivleiter Aubrey Pomerance zu sprechen. Er gab wichtige Hinweise zum Nachlass früherer jüdischer Einwohner von Görlitz und ist bereit, in einem der zu produzierenden Filme einzelne Emigrationsschicksale zu schildern.

Viele Anhaltspunkte und Informationen ergaben sich aus dem Gespräch mit Kai Wenzel, Kunsthistoriker im Kulturhistorischen Museum Görlitz. Er soll im Film über den Unternehmer und Mäzen Martin Ephraim (1860 – 1944) berichten, der dem Görlitzer Museum eine wertvolle Sammlung mit ganz unterschiedlichen Objekten schenkte. In der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften wurde der Bestand an relevanter Literatur sondiert, unter anderem die Werke von Paul Mühsam betreffend.

Im Zusammenhang mit der Ausschreibung von Vitrinen für die geplante Judaica-Ausstellung in der Synagoge gab es im Berichtszeitraum eine intensive Abstimmung mit der Stadtverwaltung Görlitz. Dazu wurde näher beschrieben, wie die aus heutiger Sicht in Frage kommenden Objekte thematisch zusammengestellt und gezeigt werden könnten.

Wegen Bauarbeiten keine Führungen bis 2020

Achtung: Bis in das Jahr 2020 finden keine Führungen in der Görlitzer Synagoge statt. Voraussichtlich Ende 2020, wenn die Bauarbeiten beendet sind, werden Besichtigungen und Führungen wieder möglich sein. Wir bitte daher, von Anfragen im gegenwärtigen Zeitraum Abstand zu nehmen und hoffen auf Ihr Verständnis.

Lesung und Diskussion mit Uwe von Seltmann am 17. April im Apollo

Uwe von Seltmann (c) Yura Drug

Es brennt. Mordechai Gebirtig, Vater des jüdischen Liedes, so lautet der Titel des neuerschienenen Buches von Uwe von Seltmann, dass er am 17. April um 19.30 Uhr im Apollo vorstellen wird.

Mordechai Gebirtig war ein polnisch-jüdischer Dichter und Liedermacher, der im bekannten jüdischen Krakauer Viertel Kazimierz lebte und arbeitete. Sein bekanntestes Lied „S’brent“ wurde als Titel für die erste deutschsprachige Biografie über Gebirtig ausgewählt.
Die Lesung und Diskussion wird durch zahlreiche Bild- und Tonbeispiele ergänzt.

17. April 2019, 19.30 Uhr
im Apollo, Hospitalstr. 2 in Görlitz
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro (Kartenvorverkauf an der Kasse des Gerhart-Hauptmann-Theaters)

Den Flyer für die Veranstaltung können Sie hier herunterladen bzw. ausdrucken.