Arbeitsstand für INTERREG-Projekt im August 2019

Der Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V. wird innerhalb des INTERREG-Projekts „Lernen und Verstehen – Zukunft durch Erinnerung“ didaktische Elemente für das Kulturforum Görlitzer Synagoge entwickeln. Die Arbeit an diesem Vorhaben hat im zweiten Quartal des Jahres 2019 in enger Kooperation mit der Stadtverwaltung Görlitz begonnen. Eine Aufgabe besteht darin, Inhalte für einen audiovisuellen Guide zu arbeiten, der es Besuchern künftig ermöglichen soll, den jüdischen Sakralbau selbstständig zu besichtigen. 

Neben dem Entwurf einer vorläufigen Gliederung für den Audioguide wurde nach geeigneten Fotos und Dokumenten recherchiert, die zur Präsentation eingesetzt werden könnten. Zu wichtigen Quellen für Nachforschungen zählten dabei das Görlitzer Ratsarchiv sowie verschiedene  Publikationen, darunter „Die Juden von Görlitz“ mit Beiträgen zur jüdischen Geschichte der Stadt sowie „Die Synagoge zu Görlitz“ von Norbert Haase, erschienen in der Reihe „Jüdische Miniaturen“.

Außerdem ging es darum, sich gemeinsam mit der Stadtverwaltung einen Überblick über Möglichkeiten zu verschaffen, wie sich Informationen, Fotos und Filmsequenzen auf tragbaren Geräten wirksam anordnen lassen. Gespräche mit Experten gaben darüber ebenso Aufschluss wie die eigene Recherche nach Angeboten im Internet sowie der Praxistest von Audioguides in anderen Einrichtungen, etwa im Kulturhistorischen Museum in Görlitz. 

Erste Überlegungen wurden auch zum Aufbau der beiden Filme angestellt, die für die Präsentation in der Synagoge neu entstehen sollen. Einer soll die Geschichte der Juden in Görlitz behandeln. Der zweite wird ehemaligen jüdischen Einwohner von Görlitz gewidmet sein. Für die geplante Ausstellung in der Synagoge wurde eine Liste möglicher Objekte zusammengestellt, die für jüdische Rituale und Feiertage Bedeutung haben.  ++

Yontef iz gekumen – Komm mit mir durch´s Jahr

Valeriya Shishkova und das Duo »Di Vanderer« präsentieren am 29. September 2019 im Apollo jiddische und hebräische Lieder

»Yontef iz gekumen – Komm mit mir durch’s Jahr« ist der Titel des Konzertprogramms, in dem die Sängerin Valeriya Shishkova mit ihrem Duo »Di Vanderer« (Die Wanderer) durch das jüdische Jahr führt. Sie hat dafür jiddische und hebräische Lieder ausgewählt, die zu Feiertagen und im Alltag gesungen werden, um das Leben fröhlich zu feiern, den Glauben zu bekräftigen oder das Band mit Gott zu stärken. Auch die Liebe wird besungen: die zwischen Mann und Frau, die zwischen den Eltern und ihren Kindern sowie die zur Heimat.

Wie die Perlen einer Kette begleiten die jüdischen Fest- und Feiertage die Menschen durch das Jahr. Die Termine dafür richten sich nach dem Mondkalender. Hinzu kommen persönliche Anlässe, die festlich begangen werden, wie Geburtstage oder Hochzeiten. Mitunter liegen Freude und Trauer auch dicht beieinander. So wird die die Endlichkeit des irdischen Daseins offensichtlich, wenn ein naher Mensch stirbt. 

In Valeriya Shishkovas Interpretation erwachen die traditionellen und überlieferten Lieder zu neuem Leben. Gemeinsam mit der Sängerin treten Gennadiy Nepomnjaschiy (Klarinette) und Sergey Trembitsky (Piano, Querflöte) als »Di Vanderer« auf. Die drei Künstler waren 2012 Preisträger des Internationalen Wettbewerbs der jüdischen Musik in Amsterdam.‎

29. September 2019, 19.00 Uhr
im Apollo, Hospitalstr. 2 in Görlitz
Eintritt: ab 12,00 EUR (Kartenvorverkauf an der Kasse des Gerhart-Hauptmann-Theaters)

Wegen Bauarbeiten keine Führungen bis 2020

Achtung: Bis in das Jahr 2020 finden keine Führungen in der Görlitzer Synagoge statt. Voraussichtlich Mitte 2020, wenn die Bauarbeiten beendet sind, werden Besichtigungen und Führungen wieder möglich sein. Wir bitte daher, von Anfragen im gegenwärtigen Zeitraum Abstand zu nehmen und hoffen auf Ihr Verständnis.

Lesung und Diskussion mit Uwe von Seltmann am 17. April im Apollo

Uwe von Seltmann (c) Yura Drug

Es brennt. Mordechai Gebirtig, Vater des jüdischen Liedes, so lautet der Titel des neuerschienenen Buches von Uwe von Seltmann, dass er am 17. April um 19.30 Uhr im Apollo vorstellen wird.

Mordechai Gebirtig war ein polnisch-jüdischer Dichter und Liedermacher, der im bekannten jüdischen Krakauer Viertel Kazimierz lebte und arbeitete. Sein bekanntestes Lied „S’brent“ wurde als Titel für die erste deutschsprachige Biografie über Gebirtig ausgewählt.
Die Lesung und Diskussion wird durch zahlreiche Bild- und Tonbeispiele ergänzt.

17. April 2019, 19.30 Uhr
im Apollo, Hospitalstr. 2 in Görlitz
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro (Kartenvorverkauf an der Kasse des Gerhart-Hauptmann-Theaters)

Den Flyer für die Veranstaltung können Sie hier herunterladen bzw. ausdrucken.