Neuer Vorstand gewählt

Am 21.11.2019 fand die jährliche Mitgliederversammlung statt, bei der auch nach zwei Jahren Amtszeit ein neuer Vorstand gewählt wurde. Gewählt wurden Dr. Markus Bauer zum Vorsitzenden, Michael Zimmermann zu dessen Vertreter sowie Uta Bonadt zur Schatzmeisterin. Weiterhin wurden Susanne Reichel und Christine Dinter zu den Beisitzern gewählt.

Arbeitsstand für INTERREG-Projekt im Oktober 2019

Innerhalb des INTERREG-Projekts „Lernen und Verstehen – Zukunft durch Erinnerung“, an dem der Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V. beteiligt ist, sind die Überlegungen für die Gliederung des audiovisuellen Guide sowie für die Konzeption der zwei geplanten Filme weiter präzisiert worden. In enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung geschah dies unter anderem im Hinblick auf die detaillierte Aufgabenstellung, die für die öffentliche Ausschreibung zu formulieren war.   

Außerdem wurden die Ideen für Szenarien weiter entwickelt, die jeweils der rote Faden in den neu zu produzierenden Filmen sein könnten. Dazu wurde Kontakt zu mehreren Personen aufgenommen, um zu erfragen, ob sie sich vor der Kamera zu einem speziellen Thema äußern könnten und ihre Kenntnisse zu einem ganz konkreten Aspekt darstellen würden. Für das Vorhaben, das Schicksal ehemaliger jüdischer Bewohner von Görlitz zu beleuchten, sagten in diesem Zusammenhang als Interviewpartner unterdessen zu: 

  • Dr. Hans-Wilhelm Pietz, Pfarrer der evangelischen Innenstadtgemeinde. Er hat sich intensiv mit dem Schicksal der Schriftstellerin Mira Lobe beschäftigt und vor einigen Jahren eine Tagung mitorganisiert, die Leben und Wirken der in Görlitz geborenen Autorin beleuchtete.  

 

  • Kai Wenzel, Kunsthistoriker in den Städtischen Sammlungen Görlitz. Er ist bereit, über den Unternehmer Martin Ephraim sowie die von dem jüdischen Mäzen gestifteten Schätze zu berichten, die in den Depots des Görlitzer Museums aufbewahrt werden.

Ferner wurde damit begonnen, eine Liste mit den Namen von Nachfahren jüdischer Einwohner von Görlitz anzulegen. Sie stellt eine wichtige Grundlage dar, sofern später ein weiterer Film speziell zu persönlichen Schicksalen von Görlitzer Juden gedreht werden soll. Nicht zuletzt können die Daten hilfreich sein, wenn es darum geht, zur Eröffnung des Kulturforums Görlitzer Synagoge auch Zeitzeugen und deren Angehörige einzuladen. ++

Yontef iz gekumen – Komm mit mir durch´s Jahr

Valeriya Shishkova und das Duo »Di Vanderer« präsentieren am 29. September 2019 im Apollo jiddische und hebräische Lieder

»Yontef iz gekumen – Komm mit mir durch’s Jahr« ist der Titel des Konzertprogramms, in dem die Sängerin Valeriya Shishkova mit ihrem Duo »Di Vanderer« (Die Wanderer) durch das jüdische Jahr führt. Sie hat dafür jiddische und hebräische Lieder ausgewählt, die zu Feiertagen und im Alltag gesungen werden, um das Leben fröhlich zu feiern, den Glauben zu bekräftigen oder das Band mit Gott zu stärken. Auch die Liebe wird besungen: die zwischen Mann und Frau, die zwischen den Eltern und ihren Kindern sowie die zur Heimat.

Wie die Perlen einer Kette begleiten die jüdischen Fest- und Feiertage die Menschen durch das Jahr. Die Termine dafür richten sich nach dem Mondkalender. Hinzu kommen persönliche Anlässe, die festlich begangen werden, wie Geburtstage oder Hochzeiten. Mitunter liegen Freude und Trauer auch dicht beieinander. So wird die die Endlichkeit des irdischen Daseins offensichtlich, wenn ein naher Mensch stirbt. 

In Valeriya Shishkovas Interpretation erwachen die traditionellen und überlieferten Lieder zu neuem Leben. Gemeinsam mit der Sängerin treten Gennadiy Nepomnjaschiy (Klarinette) und Sergey Trembitsky (Piano, Querflöte) als »Di Vanderer« auf. Die drei Künstler waren 2012 Preisträger des Internationalen Wettbewerbs der jüdischen Musik in Amsterdam.‎

29. September 2019, 19.00 Uhr
im Apollo, Hospitalstr. 2 in Görlitz
Eintritt: ab 12,00 EUR (Kartenvorverkauf an der Kasse des Gerhart-Hauptmann-Theaters)

Wegen Bauarbeiten keine Führungen bis 2020

Achtung: Bis in das Jahr 2020 finden keine Führungen in der Görlitzer Synagoge statt. Voraussichtlich Ende 2020, wenn die Bauarbeiten beendet sind, werden Besichtigungen und Führungen wieder möglich sein. Wir bitte daher, von Anfragen im gegenwärtigen Zeitraum Abstand zu nehmen und hoffen auf Ihr Verständnis.